Fünf Möglichkeiten, bei der Berufsunfähigkeitsversicherung Beiträge zu sparen

 

(djd). Jeder Vierte wird im Laufe seines Berufslebens zumindest vorübergehend berufsunfähig. In diesem Fall leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits, wenn man aus gesundheitlichen Gründen in seinem Beruf nur noch zur Hälfte arbeiten kann. Sie zahlt dann so lange, bis man wieder gesund ist oder einen anderen, ähnlich bezahlten Job ausüben kann. Entsprechend teuer ist in vielen Berufen die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Wie kann man hier sparen? „Keine Option ist es, die versicherte Rente niedriger anzusetzen und damit Beiträge zu sparen“, so Philip Wenzel, Chefredakteur des Infoportals Worksurance.de**. Denn wenn monatlich 1.500 Euro fehlen, wenn man nicht mehr arbeiten kann, müssen diese 1.500 Euro auch komplett versichert werden. Wenzel nennt fünf Möglichkeiten, bei der BU sinnvoll Geld zu sparen.

 

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung frühzeitig planen
Etwa jeder Vierte wird im Laufe seines Berufslebens zumindest vorübergehend berufsunfähig

 

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1. Wer mit 20 Jahren eine BU abschließt, verteilt die Kosten über 120 Monate mehr, als wenn er die Versicherung mit 30 Jahren vereinbart. Der monatliche Beitrag ist für den jüngeren Versicherungsnehmer deshalb viel niedriger. Vor allem aber ist er zehn Jahre länger versichert und die Wahrscheinlichkeit einer Vorerkrankung, die den Abschluss der Versicherung erschweren könnte, geringer. Ein weiterer Aspekt: Wenn ein 20-Jähriger bei Vereinbarung der Versicherung versehentlich falsche Angaben macht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die verletzte Anzeigepflicht bis zum Leistungsfall verjährt ist und die fehlerhaften Angaben deshalb keine Konsequenzen mehr haben.

2. Wer schon als Schüler weiß, dass er später einen Beruf ergreifen will, für den die BU relativ teuer ist, sollte die Versicherung möglichst bereits als Schüler abschließen.

3. Berufe wandeln sich. Ein Dreher etwa sitzt heute oft den Großteil der Zeit nicht mehr an der Maschine, sondern am PC. Mit einer aktualisierten Tätigkeitsbeschreibung wird er vom Versicherer unter Umständen günstiger eingestuft.

 

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4. Wer eine BU nur bis zum Endalter 60 statt 67 abschließt, zahlt lediglich etwa die Hälfte der Beiträge. Wer seine Kinder mit etwa 30 bekommt, kann davon ausgehen, dass sie finanziell mit 30 Jahren auf eigenen Beinen stehen, insofern wäre ein Endalter 60 bei der BU vertretbar. Dasselbe gilt für die Immobilienfinanzierung, auch sie ist irgendwann abgeschlossen.

5. Wer aufgrund einer Erkrankung keinen Beruf mehr ausüben kann, gilt als erwerbsunfähig. Dieser Fall tritt viel seltener ein als eine Berufsunfähigkeit, auch deshalb sind die Beiträge für eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung günstiger. Wer also etwas Geld auf der hohen Kante hat und bei einer Berufsunfähigkeit bereit wäre, umzuschulen, für den ist diese Police eine interessante Option.

 

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung auch Finanzierungen einrechnen
Eine Immobilienfinanzierung läuft irgendwann einmal aus – und muss dann auch nicht mehr durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert sein.
Foto: djd/Worksurance.de/Getty Images/gpointstudio

 

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Etwa jeder Vierte wird im Laufe seines Berufslebens zumindest vorübergehend berufsunfähig. Entsprechend teuer ist in vielen Berufen die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Philip Wenzel, Chefredakteur des Infoportals Worksurance.de**, nennt fünf Möglichkeiten, bei der BU Geld zu sparen.

1. Die BU frühzeitig abschließen, etwa als Azubi.
2. Wer schon als Schüler weiß, dass er später einen Beruf ergreifen wird, in dem die BU teuer ist, sollte sie bereits als Schüler abschließen.
3. Prüfen, ob der eigene Beruf inzwischen von der Versicherung günstiger eingestuft wird.
4. Endalter 60 statt 67 in der BU: Kinder stehen irgendwann finanziell auf eigenen Beinen und müssen nicht mehr über eine BU abgesichert sein.
5. Die Option der günstigeren Erwerbsunfähigkeitsversicherung prüfen.