Wie Nacht- und Schichtarbeit die Gesundheit belastet

(djd). Die Nacht ist zum Schlafen da – und bei Tageslicht wird der Mensch aktiv. Leider lässt sich dieses einfache Prinzip in unserer modernen Welt nicht immer leben. Aktuelle Zahlen zeigen, dass derzeit nahezu jeder sechste Beschäftigte in Schicht oder schichtnahen Diensten arbeitet. Zudem müssen sich 13 Prozent aller Arbeitnehmer mit wechselnden Schichten arrangieren. Gerät die innere Uhr dadurch aus dem Takt, bleibt das nicht ohne Folgen: Zahlreiche Studien belegen, dass bei Schichtarbeit psychosomatische Beschwerden, körperliche Erkrankungen und seelische Störungen häufiger auftreten. Viele Betroffene klagen über Magen-Darm-Probleme und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein Großteil der Nacht- und Wechselschichtarbeiter leidet zudem unter Schlafmangel und Schlafstörungen.

 

Nahezu jeder sechste Beschäftigte in Deutschland arbeitet in Schicht oder schichtnahen Diensten.
Nahezu jeder sechste Beschäftigte in Deutschland arbeitet in Schicht oder schichtnahen Diensten.
Foto: djd/tag-der-inneren-balance.de/Getty

 

Wenn Stress dem Schlaf im Wege steht

Eine wichtige Rolle bei der Schlafregulation spielt das Stresshormon Cortisol. So ist bei Menschen mit normalem Arbeitsrhythmus, die unter Schlafstörungen leiden, der Cortisolspiegel im Speichel bereits ab dem Nachmittag erhöht. Experten zufolge ist der Stresslevel am frühen Abend daher entscheidend für den Nachtschlaf. Wie neuere Untersuchungen zeigen, kann das natürliche Arzneimittel Neurexan den Cortisolspiegel senken, die Entspannung fördern und die Schlafdauer verlängern – Infos dazu gibt es unter www.tag-der-inneren-balance.de. Der Organismus erhält auf diese Weise die Chance, seinen eigenen Rhythmus zu finden und einen gesunden Schlaf zu generieren, so die Wissenschaftler.

 

Schweisser bei der Nachtschicht

 

Was Schichtarbeiter wissen sollten

Kontinuierliche Schichten bieten übrigens gegenüber dem Wechsel in Dreischicht-Betrieben einen gewissen Vorteil. So legen Studien dar, dass bei Dauernachtschicht oder Dauerspätschicht gegenüber der Tagschicht die Schlafmenge nicht reduziert ist. Grundsätzlich sind vorwärtsrotierende Schichten vorzuziehen, bei denen eine längere Schlafdauer zu beobachten ist. Um Verdauungsproblemen vorzubeugen, sollte im Nachtschichtmodus die Hauptmahlzeit kurz vor Arbeitsantritt eingeplant werden. Danach mehrere Kurzpausen einlegen und dabei kleine Snacks wie frisches Obst, Joghurt oder Nüsse verzehren. So wird das Hungergefühl vertrieben, aber der Magen nicht überlastet, was wiederum müde machen kann. Wer unter den Auswirkungen von Schichtarbeit leidet, findet Hilfe bei der kostenlosen Stress-Helpline unter 08000 – 14 28 42. Auf Stress und Schlafstörungen spezialisierte Ärzte und Psychologen sind hier jeden Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr zu erreichen.

 

Vorwärtsrotierende Schichten sind vorzuziehen, denn hier ist eine längere Schlafdauer zu beobachten.
Vorwärtsrotierende Schichten sind vorzuziehen, denn hier ist eine längere Schlafdauer zu beobachten.
Foto: djd/tag-der-inneren-balance.de/Getty

 

Tipps für die Nachtschicht

Damit Nachtarbeit nicht zur Erschöpfung führt, sollten Betroffene Folgendes beachten:

– Eine möglichst helle Beleuchtung am Arbeitsplatz hilft dem Körper dabei, wach zu bleiben.

– Generell sollte man als Schichtarbeiter mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, diese kann der Magen-Darm-Trakt leichter verarbeiten.

– Nach einer Serie von Nachtschichten ist es wichtig, erholsamen Schlaf zu bekommen. Experten empfehlen, nach Schichtende zunächst 90 oder 180 Minuten zu schlafen und am Abend wieder den normalen Schlafrhythmus aufzunehmen.

– Im Anschluss an eine Nachtschichtphase sollte eine Ruhephase von mindestens 24 Stunden folgen.

– Nach der Nachtschicht nicht duschen, da dies anregend wirkt.

 

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