Berufswelt: Technologisierung kann Jobs humaner machen

(djd). Die Anforderungen in der Berufswelt sind in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Administrative und organisatorische Aufgaben haben in vielen Bereichen zugenommen, zahlreiche Arbeitnehmer stöhnen unter dieser zusätzlichen Last. Wenn diese Aufgaben in Zukunft von technologischen Helfern übernommen werden können, wird viel Potenzial frei für die Fähigkeiten, die nur Menschen besitzen. Diesem Thema geht beispielsweise der Personaldienstleister Randstad anlässlich der 50-jährigen Tätigkeit auf dem deutschen Arbeitsmarkt in einem „White Paper“ nach. In zehn Thesen werden die neuen Herausforderungen am Arbeitsmarkt und im Personalwesen beleuchtet. Das Dokument steht unter www.randstad.de als PDF zum Download bereit.

 

Die Digitalisierung verändert die Anforderungen an Arbeitnehmer. Neben fachlichem Wissen sind Soft Skills wie persönlichkeitsbildende und fachübergreifende Kompetenzen gefragt.
Die Digitalisierung verändert die Anforderungen an Arbeitnehmer. Neben fachlichem Wissen sind Soft Skills wie persönlichkeitsbildende und fachübergreifende Kompetenzen gefragt.
Foto: djd/Randstad/Valèry Kloubert

 

Kreativität und soziale Interaktion können mehr zum Tragen kommen

„Im Office-Bereich etwa konzentrieren sich Mitarbeiter schon heute stärker auf die Tätigkeiten, die menschliche Skills erfordern, wie das Bewerten von Daten, das Planen, Organisieren sowie das analytische Denken“, meint beispielsweise Richard Jager, Vorsitzender und Sprecher der Geschäftsführung bei der deutschen Gruppe des Personaldienstleisters. Aber was ist mit den Berufen, die vorwiegend manuelle Tätigkeiten ausführen? „Überall dort, wo Technik Mitarbeiter entlasten kann, ist sie sinnvoll für den Einzelnen, aber auch für das Unternehmen“, so Jager. Viele Maschinen würden schon heute dafür sorgen, dass sich die Fachkräfte am Band nicht mehr tief bücken oder ihren Rücken und Gelenke anderweitig stark belasten müssten: „Davon profitiert die Gesundheit des Mitarbeiters und damit auch das Unternehmen, weil dadurch krankheitsbedingte Ausfälle reduziert werden.“ Wenn monotone Arbeit von Robotern abgenommen werde, könne das Freiräume schaffen und menschliche Stärken wie Kreativität und soziale Interaktion wieder mehr zum Tragen kommen lassen.

 

Der Einzelkämpfer hat ausgedient. In immer mehr Branchen werden Projekte in Teams bearbeitet, oftmals über Abteilungs- und sogar Ländergrenzen hinweg.
Der Einzelkämpfer hat ausgedient. In immer mehr Branchen werden Projekte in Teams bearbeitet, oftmals über Abteilungs- und sogar Ländergrenzen hinweg.
Foto: djd/randstad/thx

 

Digitalisierung verändert Anforderungen an Arbeitnehmer

Damit verändert die Digitalisierung auch die Anforderungen an Arbeitnehmer. „Neben fachlichem Wissen sind in jedem Bereich Soft Skills wie persönlichkeitsbildende und fachübergreifende Kompetenzen gefragt. Der Einzelkämpfer hat ausgedient“, so Richard Jager. In vielen Branchen würden Projekte in Teams bearbeitet, oftmals über viele Abteilungs- und auch Ländergrenzen hinweg. Komplexe Zusammenhänge zu verstehen und zu managen, werde deshalb zunehmend zu einem Kern-Asset. „Eine schnelle Auffassungsgabe, Kommunikationsstärke, Offenheit für Neues und die Fähigkeit, sich flexibel an neue Gegebenheiten anzupassen, sind essentielle Faktoren, um die Beschäftigungsfähigkeit langfristig zu sichern“, betont Jager.

 

Die Digitalisierung der Arbeitswelt kann Freiräume schaffen und menschliche Stärken wie Kreativität und soziale Interaktion wieder mehr zum Tragen kommen lassen.
Die Digitalisierung der Arbeitswelt kann Freiräume schaffen und menschliche Stärken wie Kreativität und soziale Interaktion wieder mehr zum Tragen kommen lassen.
Foto: djd/Randstad Deutschland/thx

 

Computer schaffen mehr Jobs, als sie vernichten

Das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat im Auftrag der Bundesregierung untersucht, wie sich die Beschäftigung in Firmen entwickelt hat, die seit 2011 intelligente Maschinen eingesetzt haben. Das Ergebnis: Computer schaffen mehr Jobs, als sie vernichten. „Verschiedene Studien zeigen, dass niemand mit hundertprozentiger Gewissheit sagen kann, wie sich der Arbeitsmarkt entwickeln wird und schon gar nicht, wie stark die Auswirkungen wirklich sein werden“, meint auch Richard Jager, Vorsitzender und Sprecher der Geschäftsführung der Randstad Gruppe Deutschland. Virtuelle und digitale „Arbeitskollegen“ würden, wenn sie richtig eingesetzt werden, eine große Chance bieten: Sie könnten Jobs menschlicher machen.

 

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